Pay-Riese BSkyB investiert 600 Millionen in TV-Serien und Spielfilme Der mit über zehn Millionen Abonnenten und stattlichen Gewinnen gesegnete britische Pay-TV-Riese BSkyB schraubt die Investitionen für eigenproduzierte Serien und Spielfilme deutlich nach oben. Konzernchef James Darroch kündigte am Mittwochnachmittag an, statt der bisher rund 380 Millionen Pfund (427 Millionen Euro) will BSkyB in den kommenden drei Jahren jeweils 600 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Die finanziellen Mitteln sollen ausschließlich Produktionsgesellschaft auf der Insel zugute kommen - und zwar nicht nur BSkyB-Töchtern, sondern auch Drittanbietern. Seine Finger im Spiel hatte der Bezahlsender unter anderem bei "Mad Dogs", "Thorne", "Flying Monsters 3D" und "Little Crackers". Darroch bezeichnete eigenproduzierte, exklusive Inhalte als überlebenswichtig für seinen Pay-Konzern und hob zudem die Bedeutung des Engagements für die Kreativbranche in Großbritannien hervor. In den vergangenen Jahren hatte Sky vor allem auf eingekaufte Hollywood-Spielfilme, Sport und Nachrichten gesetzt. Die Ankündigung von BSkyB darf auch als Friedensangebot gewertet werden: Der US-Konzern News Corporation von Rupert Murdoch übernimmt das Unternehmen komplett, dagegen gibt und gab es heftigen Widerstand. Zu den kommenden Projekten von BSkyB gehören neben "Mad Dogs" auch eine neue Serie des "State of Play"-Produzenten Paul Abbott, die zweite Staffel der HBO-Ko-Produktion "Strikeback" und der Film "Neverland" mit Anna Friel, Rhys Ifans und Bob Hoskins in den Hauptrollen. Auch die Inhalte für den Kunstkanal Sky Arts werden ausgebaut, das Programmbudget verdreifacht, erklärte Darroch. Das Programm verfolgen monatlich rund zwei Millionen Abonnenten. BSkyB beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.500 Mitarbeiter in den Bereichen Produktion und Broadcasting. Mit 100 Drittanbietern arbeitet der Medienriese zusammen, 350 Millionen Pfund fließen an Partner wie UKTV, Discovery und History. Die News-Corp.-Tochter Sky Deutschland wird in absehbarer Zeit keine Eigenproduktionen in nennenswerter Höhe schultern können. Dafür fehlen die finanziellen Mittel, das Pay-TV-Unternehmen ist nach wie vor defizitär. Quelle:satundkabel.de